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Antiwestliche Politpsychose par exellence

>>" Die Rabenstunde, veranstaltet von der kleinsten Minorität Frankfurts für andere Excentricer, opponiert gegen ein imperialistisches Culturverständnis, nach dem zwar Hervorbringungen aller möglicher "Ethnien" (ersetzt den Rassenbegriff mit etwa gleicher Bedeutung)zunehmend integriert werden, aber nur wenn sie den Begriffen der Culturindustrie commensurabelsind. Die subtilen, discreten, raffinierten Traditionen, welche, wenn nicht alle so doch diverseCulturen hervorgebracht haben, fallen dabei zugunsten hirnlosen Geschrammels und Gestampfes unter den Tisch. Selbiges gilt dieweil auch für die "westliche" Tradition: Wann immer man das Radio einschaltet drönen entweder kryptofaschistische Popmärsche, überlagert vom angedreht pathetisch-sentimentalen Gebrüll standardisierter Cretins oder symphonische Gewaltorgien des 19.Jh. oz. aus den Lautsprechern.
Ein populistischer Journalist hat jüngst in den U.S.A. ein Buch publiciert mit dem Titel: "Riding Alone is Riding with Bin Laden". Das Collectiv als einzige Rettung gegen die vermeintliche Gefahr, wer sich absondert ist böse, das ist FASCHISTISCHE PROPAGANDA auf die der Populismus geradewegs< hinausläuft. Dieser Mann wird in Talkshows herumgereicht, er scheint nur durch gewisse Kritik an der gegenwärtigen Außenpolitik zu provocieren, der Rest ist schon Mainstream. Für die Kritik (er glaubt nicht, daß man jetzt den 'Irâq bombardieren solle, obgleich er generell für mehr "ass-kickin' by the U.S.A." ist) entschuldigt er sich mit der Beteuerung, daß er die U.S.A liebe, sie seien das beste Land, nicht bloß anders, sondern besser als islamische Länder (was immer das sei), Menschenrechte, freie Wahlen (!) etc. seien BESSER als Autokratie und beheading. Lieber von einem Islamischen Gericht wegen genau definierter Verbrechen zum Kopfabschlagen verurteilt werden als von korrupten U.S. Advocaten und autokratischen, aus Wahlbetrug und von der Industrie finanzierten Werbecampagnen hervorgegangenen Politcliquen auf den elektrischen Stuhl gebracht zu werden, weil man nicht auf dem Heeresweg mitmarschiert. Möglichst jedoch: neither.
Deshalb steht diese Sendung gewissermaßen auf einer geistigen Barrikade, ob auch gleich die zu Gebote stehenden Waffen denen der Culturindustrie quantitativ kläglich unterlegen sind."<<

...'s ist nicht mehr zum lachen...

gefunden hier

 

14.11.07 11:27


Linke Dekadenzängste

In der ZeitGeschichte-Ausgabe „Die Jahre der Terrors“ (Ja, damit ist der Deutsche Herbst gemeint) kommt die ehemalige RAF-Terroristin Inge Viett(eine der „Unbelehrbaren“, die sich die deutsche Öffentlichkeit angesichts des ausgebliebenen Zu-Kreuze-Kriechens Christian Klars ausgemalt haben muss) zu Wort. Die Folgen ihres „Erweckungserlebnisses“(„…eine Nordafrikareise. Sie ist 25, ein Hippiemädchen, das angesichts der Bettler- und Krüppelheere einen Elendsschock erleidet" ) werden durch eine Passage ihrer Memoiren illustriert:

 

„ ‚Zurück kam ich völlig verwandelt. Erbittert, empört und nicht mehr bereit, auch nur ein Jota auf die verlogenen Rechtfertigungen der Eliteländer […] zu geben.’ “

 

Nicht, dass „Bettler –und Krüppelheere“ einen humanistisch Veranlagten kalt zu lassen hätten. Die Verarbeitung dieses Erlebnisses gerät nun aber ziemlich pathologisch:

 

„Sie reinigt ihre Kreuzberger Wohnung von ‚Mummenschanz’ und ‚Szene-Konsum-Kitsch’.

 

Ich wollte Klarheit, Eindeutigkeit, Einfachheit. Ich mied die Kaufhäuser, die Luxusstraßen. Sie ekelten mich. Der Überfluss ist obszön’

 

Das bekam ich schon Gänsehaut.

 

Urprotestantischer, sektiererischer Distinktionsgewinn, Hass auf die entfaltete westliche Moderne:

 

Dies nur als Exempel für so einiges, das anderorts  erkannt worden ist.

 

13.11.07 12:00





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